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Von Schwitzflecken und Bremsstreifen

Wie uns “Simply open” einfach noch “Simply Angst” macht

Zugegeben: Wir haben uns das leichter vorgestellt mit diesem “Simply open”. Ähnlich wie damals, als wir den großen Hebel umgelegt und uns eine neue Organisationsform verpasst haben, dachten wir: “Wird schon! Wir machen das jetzt einfach!” So simpel.

Die Form, in der wir organisiert sind – von anderen als “flach”, “hierarchielos”, “agil” oder auch mal gerne “chaotisch” beschrieben, von uns einfach als “sinnhaft” charakterisiert, ist radikal anders – klar! Aber es ist eine Art und Weise zu arbeiten und als Organisation zu funktionieren, wie wir sie als notwendig erachten, um in einer schnelleren, anspruchsvolleren Welt weiterhin existieren zu können. So simpel.

Ehrlichkeit und Vertrauen

Ähnlich simpel wie der nächste logische Schritt unserer Evolution, nämlich der zum komplett transparenten Unternehmen. Simply open halt, so haben wir hier beschrieben was wir damit meinen. Einfach gesagt bedeutet das, ein gläsernes Unternehmen zu sein. Durchsichtig sozusagen. Das zu zeigen was wir tun, wie wir es tun & warum, unsere Wehwehchen, das Gute, das Schlechte, alle unsere Zahlen, Daten, Fakten. Kompromisslos. So in etwa. So simpel.

Frage: Warum wacht ihr das? Antwort: Warum nicht?

Transparenz hat etwas mit Ehrlichkeit zu tun, Ehrlichkeit bedeutet Vertrauen, Vertrauen ist die Basis dafür, wie wir miteinander und mit anderen umgehen wollen. Und wenn man ehrlich ist, gibt es keinen guten Grund, nicht offen und transparent zu sein. So simpel.

Weil es logisch ist

Wenn wir zurückblicken wird uns klar, dass alles, was wir in den letzten Jahren geschafft und bewegt haben – alle nachhaltigen Kontakte die wir gemacht haben, Partnerschaften die wir geschlossen haben und Freunde die wir gefunden haben, nur entstanden sind, weil wir offen und transparent – also ehrlich – gehandelt haben. Egal ob Gedanken, Ideen, Projekte, Produkte, Preise – Offenheit war für uns immer positiv. Nicht immer einfach. Aber am Ende immer positiv!

Zum gläsernen Unternehmen zu werden, ist für uns also nicht nur logisch sondern unumgänglich. Als wir uns vorgestellt haben, wie das so sein wird, und wie wir das umsetzen wollen, haben wir mit Schwitzflecken unter den Armen gerechnet. Der Gedanke daran unser Innerstes nach außen zu kehren, anderen zu erlauben, uns nach Belieben zu durchleuchten – verletzlich zu sein – hat uns ein bisschen nervös gemacht.

Simply Angst

Nichtsdestotrotz, haben wir begonnen – mit klammen Fingern und verschwitzten Achseln – unser Projekt “Simply Open” zu starten. Wir haben formuliert, geschrieben, geposted. Wir haben uns geöffnet und versucht zu beschreiben wie es in uns aussieht. Nun sind einige Wochen vergangen und wer unseren Blog “Simply Open” betrachtet, bekommt einen guten Überblick darüber wie wir ticken. Wer genau hinsieht, bekommt aber eben leider nicht mehr: Nur einen Überblick – keinen Einblick. Wir haben gemerkt: Simply open zu sein ist gar nicht so einfach wie es klingt. Nach ein paar Wochen können wir nun über uns selbst sagen: Wir haben “Simply Angst”. Mit Schwitzflecken unter den Armen hatten wir gerechnet. Ein Bremsstreifen in der Unterhose ist nun dazugekommen. Na toll! Aus dem ganzen Tamtam das wir um “Simply Open” gemacht und aus den vielen Köpfen, die wir uns darüber zerbrochen haben, ist nun etwas geworden das wir eigentlich vermeiden wollten: Ein ganz normaler Unternehmens-Blog.

Neues T-Shirt, frische Unterhose

Ok, der Weg zum gläsernen Unternehmen ist nicht einfach. Das haben wir nun verstanden. Komplett offen zu sein macht uns Angst. Ersparen wollen wir uns diese Erfahrung trotzdem nicht. Das verschwitzte T-Shirt kommt in die Wäsche, die volle Unterhose in den Müll. Wir machen weiter, mit frischen Klamotten und neuem Mut. Es wird uns nicht alles gelingen und wir werden unsere Kleidung vielleicht noch ein paar Mal beschmutzen. Aber wir gehen weiter. Und wir nehmen uns vor dabei mutig zu sein. Mutiger als bisher!