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Industry meets Makers – Expert Talk@TELE

Über 100 Gäste folgten der Einladung von Sandra Stromberger zum ersten Industry meets Makers Expert Talk@TELE Haase.

Wie große Unternehmen von Startups lernen, wieder innovativ zu sein

Was macht einen gelungenen Co-Creation und Kollaborationsprozess aus? Diese Frage ist brandaktuell. Und sie beschäftigt offenbar gerade auch die rund 100 Gäste, die am 14. Juli 2016 der Einladung von Sandra Stromberger zum ersten Industry meets Makers Expert Talk@TELE Haase folgten. Den passenden Rahmen für die Veranstaltung bildete die TELE-Produktionshalle. Wer an diesem Abend auf der Suche nach Kooperationspartner war, wurde hier mit Sicherheit fündig, denn die Liste der anwesenden Entrepeneure war lang.

Zu Beginn gaben die ProjektpartnerInnen und Unterstützer/innen von Industry meets makers, unter anderem von der Wirtschaftsagentur Wien, Wien Energie, der DigitalCity.Wien, IoT-Austria, T-Mobile, Copa Data, dem AIT Austrian Institute of Technology und der Greiner Gruppe einen kurzen Einblick in den Stand des Projekts.

Wer immer schon wissen wollte, wie Enterprises und Startups am einfachsten an einen Tisch kommen, was zu tun ist, wenn zwischen der alten und neuen Unternehmenskultur Welten liegen und wer überhaupt von so einer Kooperation profitiert, der kam in den anschließenden Doppelconferencen und Lightning Talks von Enterprises, Vermittlern und Startups voll auf seine Kosten. Kurz und knackig und durchaus ehrlich und launig erzählten die „jungen und alten Hasen“ über Erfolge und Herausforderungen ihrer Zusammenarbeit.

Die Veranstaltung war kurzweilig und spannend und unser Netzwerk hat tolle neue Knoten bekommen. Ein großes Dankeschön auch an Eva und ihr Organisationsteam!!!

Das Meeting Paper mit einem Überblick zu den Beiträgen der Veranstaltung steht hier zum Download zur Verfügung.

Quelle alle Bilder: Linse2

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Die Großen auf der Suche nach der Innovation

T-Mobile bietet Startups beispielsweise seine IoT-Box als Ausgangspunkt für ein „Proof of concept“ ihrer Ideen. Die Box enthält ein M2M-Modul mit verschiedenen Standard-Schnittstellen (GPIO, Bluetooth), um Sensoren oder Maschinen/Geräte anzubinden. Die gewonnenen Daten werden über die integrierte SIM-Karte in ein Cloud-System übertragen.

„Wir waren überrascht, wie viele junge Menschen sich mit unseren Ideen beschäftigen und wir haben sehr schnell, sehr spannende Menschen kennengelernt“, freut sich Matthias Fiegl von T-Mobile.

Auch Forschungseinrichtungen sind sehr interessiert an Wirtschaftskooperation. „Wir wollen etwas Neues ausprobieren. Abseits der klassischen Forschung. Hier bei Industry meets Makers finden wir viele neue und gute Ideen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit“, erklärt Stefan Vielguth vom AIT Austrian Institute of Technology.

Offen für Neues ist auch die Wien Energie. „Als Energieversorger sind wir ständig auf der Suche nach spannenden Projekten mit Zukunftspotenzial. Uns war schnell klar, dass wir dafür junge, innovative Makers brauchen, die uns dabei unterstützen“, erläutert Lorena Skiljan von Wien Energie ihren Ansatz.

TELE und seine Startups

„Wir sind eine 53 Jahre alte Firma, die in das investiert, was sie gut kann. Wir können gut Produkte entwickeln und zur Reife bringen. Startups können gut innovativ sein, deshalb holen wir sie uns ins Haus. Das funktioniert nun mit Twingz seit 2,5 Jahren und Freygeist seit 1,5 Jahren – manchmal toll, manchmal weniger toll“,

schmunzelt Markus Stelzmann, Regie bei TELE Haase. Man muss sich im Klaren sein, dass bei so einer Kooperation zwei verschiedene Firmenkulturen zusammen kommen. Wir waren gewohnt mit Pflichten-/Lastenheft zu arbeiten. Startups haben eine Idee und machen einfach mal. Da werden unsere Entwickler dann leicht unrund“, so Stelzmann weiter. „Bei uns gab’s Pflichtenheft/Lastenheft eher verbal“ lacht von Stephan Hebenstreit von Freygeist. „Expliziertes Dokumentieren passt nicht zum Charakter eines Startups, das experimentiert und rasch Änderungen machen muss in relativ kurzer Abfolge von Trial & Error“, ergänzt Werner Weihs-Sedivy von Twingz. Den ‚Clash of cultures’ haben TELE und die Startups aber mittlerweile gut im Griff und alle profitieren sehr von der Kooperation. „Besonders toll war für uns, dass wir hier bei TELE mit der Fertigung im Haus den Schritt vom Prototypen zur Kleinserie gehen konnten. Wir mussten dafür viel definieren, das kostet Zeit, bringt aber auch viel Klarheit z.B. für einen Investorpitch“, erklärt Weihs-Sedivy die Vorteile.

“Sowohl auf fachlicher als auch auf menschlicher Ebene trifft man sich und lernt. Die Prozesse werden sauberer. Bei uns ist auf diese Weise ein Produkt rausgekommen und das funktioniert“, so Hebenstreit.

„Und wir haben von unseren Startups Flexibilität gelernt. Flexibilität, die wir in einer agiler werdenden Welt brauchen. Mittlerweile probieren wir auch einfach Dinge aus und lernen so jeden Tag etwas Neues“, schließt Stelzmann.

Ungenutzten Parkraum erschließen

Microtronics vernetzt Geräte mit dem Internet „Machine to web“ und unterstützt gemeinsam mit dem Kubator Technology Startup Center Startups bei der Umsetzung cleverer Ideen. „In der ersten Phase geht es meist darum, ein Businessmodel zu finden“, erklärt Martin Buber von Microtronics.

„Unsere Schwerpunkte sind IoT- und M2M-Konzepte und wir machen junge Wilde mit guten Ideen in vier Monaten Startup-ready, so dass sie ihr Produkt herzeigen können für Crowfunding, Investoren etc.“

so Buber. Gelungen ist das bei etwa bei Payuca, einem Startup, dass sich um das Parkplatzproblem in der Stadt angenommen hat. „Mit unserem System erschließen wir Parkplätze, die auf privaten Grundstücken hinter verschlossenen Toren schlummern. Um so einen Parkplatz in Anspruch zu nehmen, muss man sich einfach nur unsere App holen, ein Guthaben aufladen, via App einen passenden Parkplatz-Standort finden, hinnavigieren, das private Tor über Bluetooth, BLE, NFC öffnen, hineinfahren und dort auf den gebrandeten Parkplatz stellen. Die Abrechnung erfolgt vollautomatisch“, erläutert Viktor Schaider von Payuca.

Von Fischen und Pflanzen

Ein Alter von fast 150 Jahren schützt keinesfalls vor Innovation. Deshalb kooperiert auch das weltweit mit 9.000 Mitarbeitern tätige KunststoffUnternehmen Greiner Technology und Innovation mit Startups. Wir gehen unter dem Motto ‚Plastics for life’ auch völlig neue Themen, so wie beispielsweise Aquaponic an“, so Hannes Moeseneder von Greiner. Was Aquaponic ist, klärt Gert Zechner vom Startup Ponganic.

„Aquaponic ist eine alte wiederentdeckte Kulturtechnik bei der die Ausscheidungen von Fischen als Dünger für die Gemüseproduktion ohne Erde genutzt werden. Das Wasser wird gefiltert und gelangt wiederum zu den Fischen. Das Besondere daran: Es entsteht ein geschlossener Kreislauf, der auch in einem modernen Wohnhaus installiert werden kann. Demnächst wird die erste Aquaponic-Anlage in ein Haus in Wien integriert, und bildet gemeinsam mit Wohnungen, Co-Working Space, Fab-Lab, Markthalle und Gastro einen Showcase für ein neues Ökosystem“, freut sich Zechner.

Autark wohnen

Theresa Steininger von Wohnwagon hat den Klimawandel zu ihrem Thema gemacht. „Der durchschnittliche Europäer besitzt 10.000 Gegenstände. Um den Ressourcenverbrauch weiterhin zu decken, bräuchten wir 2030 zwei Erden. Was brauchst du für ein gutes Leben?

Wie kann Wohnen in Zukunft aussehen? Wir entwickeln Autarkie-Module, geschlossene Kreisläufe, Containerhäuser, Tiny Houses, Einfamilienhäuser.

Wie das funktioniert? Mit einer Photovoltaik-Anlage und auf IoT-Basis, mit intelligenter Steuerung abhängig vom Wetter. Wir haben auch eine eigene Biotoilette entwickelt, die Wasser reinigt und wieder einspeist in den Kreislauf. Unsere Häuser und Container sind nur mit natürlichen Materialien gebaut, möglichst mit regionalen Partnern“, so Steininger.

Im All und auf der Erde

„Wir wollen die Welt retten. Deshalb haben wir eine Kooperation mit der europäischen Raumfahrtsbehörde und unterstützen sie dabei, Aerosole in der Atmosphäre zu messen. Ein Satellit misst die reflektierte Sonneneinstrahlung. Unser Algorithmus rechnet das in Bilder um. Auf diese Weise können Auswirkungen von Aerosolen berechnet und Prognosen erstellt werden. Außerdem sind wir Softwarepartner von HTT Hyperloop Transportation Technologies, die daran arbeiten, Menschen in einer Art Rohrpostsystem mit über 1.200 hm/h zu transportieren. Als Mitarbeiter wollen wir nur die Besten. Deshalb veranstalten wir jährlich eine Coding Contest und betätigen uns auch als StartupInkubator“, macht Mario Luef Catalysts die Vision der Catalysts deutlich.

IoT und Mode

„Sticklett verbindet Mode mit IT und IoT. Wir haben einen Marienkäfer entwickelt, den besorgte Eltern ihren Babies und Kindern direkt auf der Kleidung anbringen können. Der Marienkäfer ist mit Sensoren ausgestattet, die Vitalfunktionen, wie Temperatur, Atmung, Bewegung oder Herzfrequenz messen und via Smartohone kommunizieren. Setzt die Atmung aus oder hat das Kind Fieber, gibt das System einen Alarm aus“, erläutert Michaela Schicho von Sticktlett.

Wie Große und Kleine zusammenkommen

AAIA – Austrian Angel Investors Association

Die Aaia – Austrian Angel Investors Association ist ein Netzwerk aus Business Angels Investoren und großen Unternehmen, wie etwa die Post AG. Wir ermöglichen Co-Investment in Startups. Ein wichtiger Punkt ist auch Education. So bringen wir den Startups bei, wie sie sich bewerben und präsentieren. Anschließend connecten wir vielversprechende Startups mit Investoren. Ideal ist dabei das Dreierkonstrukt Etabliertes Unternehmen – Startup – Business Angel“, erklärt Lisa-Marie Fassl von Aaia.

Whataventure

Auch Whataventure hilft beim Vernetzen und Wachsen. „We guide Startups. Startups sind innovativ und schnell. Corporates können gut skalieren aber sind nicht so gut in Innovation. Startups können gut innovativ sein und suchen Skalierung. Und sie haben Passion für ein Thema und brauchen Visibility/Publicity. Deshalb ist es so spannend, wenn Corporates und Startups zusammenarbeiten. Wir unterstützen sie dabei“, erklärt Lisa Pecnik von Whataventure.

Wirtschaftsagentur Wien

Einen weiteren hilfreichen Partner finden Corporates und Startups in der Wirtschaftsagentur Wien. „Die Wirtschaftsagentur bietet ein Co-Creation-LabProgramm und sucht dafür noch interessierte Partnerunternehmen. Bis 19.8. dauert unsere Einreichungsphase noch. Dann beginnt ein vierstufiger Prozess, in dem mittlere und große Unternehmen Challenges einreichen können, die von einem Sounding Board bewertet werden. Anschließend werden die formulierten Challenges veröffentlicht. Ab dann sind innovative Technologieunternehmen dazu eingeladen, ihre Lösungsansätze einzureichen. Die Wirtschaftsagentur unterstützt beim Finden des Projektpartners, beim Erstellen des Projektplans und auch bei der Implementierung des Projekts und entsprechenden Fördermöglichkeiten“ erläutert. Georg Sedlbauer von der Wirtschaftsagentur das Programm.

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